Abi08 am HSG - und nun?
Willkommen auf

Hi Leute,

ich dachte unser heutiger erster Abi-Jahrestag ist Anlass genug für einen Blogeintrag…

Von vielen von euch habe ich erfahren, dass sie eine super Zeit verbracht haben und/oder zahlreiche Erfolge erzielt haben. Ich hoffe denen, von denen ich nichts gehört habe, ist es mindestens genau so gut ergangen!

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch unseren “Nachfolgern” des Abijahrganges 2009 gratulieren, deren Abifeier gestern statt gefunden hat.

Viele Grüße

Tobias

Hey Leute!

Ein paar von uns beabsichtigen, sich im neuen Jahr mal wieder zu treffen und würden sich freuen, wenn noch ein paar Leute dazukämen.

Datum: Freitag, 2. 1. 2009

Zeit: ab 18:30

Ort: aktueller Nachfolger des Koffe-In’s (außer jemand hat nen besseren Vorschlag)

Wer per Kommentar ankündigt dabei zu sein hat gute Chancen auf dem Laufenden gehalten zu werden… :-)

Lg,

Tobi

Für alle ehemaligen DrGler und Theaterbegeisterte!

Wenn ihr einen unterhaltsamen Abend im Theater verbringen wollt,

schaut euch “Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm” an. Geistreiche Dialoge, voller Anspielungen - besonder für Theaterspieler ;-) - und überraschender Momente….

Ausgehend von drei Schauspielern, unterschiedlichen Alters, die vor einer Podiumsdiskussion schon mal besprechen, was wer sagen wird, sollte, könnte…. gemeinsam ist ihnen allen, dass sie schon mal Hilter gespielt haben.

Köstlich sind die Seitenhiebe Richtung dem Verhältnis des Schauspielers und seiner Rolle, oder seinem Regisseur.

Wiederaufnahame war letzen Freitag, weitere Termine siehe Spielplan auf der Homepage der Staatstheater Nürnberg.

Außerdem eine Ankündigung;

Da ich aufgrund einer weiteren Regiehospitanz am Schauspiel bereits Einblick in das Stück “Ladiesnight - Ganz oder gar nicht” bekommen habe, kann ich nur sagen - da müsst ihr hin!

Und es ist nicht nur ein Stück für Frauen… ! Voller Energie, Emotion, Musik. Leise Töne und nachdenkliche Augenblicke kommen dabei allerdings nicht zu kurz.

Und am Ende ist die Frage, schaffen es vier Kumpel sich aus der finanziellen Not zu befreien, indem sie sich von ihre Klamotten befreien?! Premiere am 19. Dezember in der Tafelhalle

Viel Spaß!

Die zweite Woche – Verstärkung

Die beiden Schwestern mussten uns einen Tag früher verlassen, weil sie als Reiseleiterinnen arbeiten und sie ihre Gruppen rechtzeitig abholen wollten. Aber schon am nächsten Tag kam Verstärkung: eine Jugendgruppe aus dem schönen Schwabenländle – um die 25 motivierte Jugendliche und einige Mitarbeiter.

Jetzt konnte der Bagger mit den mitgebrachten Ersatzteilen repariert werden und es so richtig losgehen!
Die eine Hälfte arbeitete am Fluss mit den bereits fertig gestellten Gabionen und die andere Hälfte stellte weitere her. Der Flussbefestigung konnte man ab jetzt quasi beim Wachsen zusehen…
Die Bibelarbeiten wurden etwas länger, aber die Lobpreiszeiten umso intensiver. Es ist einfach was anderes statt mit sieben Leuten und einer Schrammelgitarre zu singen oder Gott zusammen mit dreißig anderen zu loben, begleitet von mindestens drei Gitarren und einem Cajone. Immer wieder ergaben sich gute Gespräche und ich kann nur sagen, ich habe viele interessante Leute kennen gelernt.

Während tagsüber das Arbeiten nur von den Essenspausen am Mittag und der Kaffeepause am Nachmittag unterbrochen wurde, ließ man sie nach dem Abendessen natürlich ruhen. Dann war die Sonne eh schon glutrot hinter den Bergen untergegangen… nirgendwo habe ich so schöne Sonnenuntergänge gesehen, wie in Rumänien!

Der Jugendkreis war bereits letztes Jahr zur Baufreizeit in Rumänien. Seit dem hatte er mit Babysitten, Partyservice, Bäume fällen, Altpapier sammeln und anderen Aktionen Spenden gesammelt.

Sie brachten den Leitern des Projekts einen Scheck über dreizehntausend Euro mit!!

Die Fackelträger finanzieren ihre gesamte Arbeit über Spenden. Diese Spende kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Kasse war grad quasi leer… Wobei für die Fertigstellung der Bauten natürlich noch wesentlich mehr Geld gebraucht wird. Außerdem muss der Fluss nicht nur fertig befestigt werden, sondern auch erst mal eine richtige Brücke über den Fluss führen. Bis jetzt fährt man einfach durch oder balanciert über die Hängebrücke… Aber bis jetzt war es immer so, dass zur richtigen Zeit freiwillige Helfer kamen und Menschen für das Projekt gespendet haben. Ganz nach Matthäus 6, 33…

Die erste Woche
Unsere Aufgabe war es bei der Flussbefestigung zu helfen, um einerseits das Gelände vor Hochwasser zu schützen und, andererseits den Strommasten nicht irgendwann den Fluss hinunter schwimmen zu sehen.
Das heißt kurz gesagt: wir bauten Gabionen = bis zu 3×3x0,5m große geschweißte Metallgestänge, die wir mit Maschendraht bespannten. Zangen und Draht waren dabei die unabdingbaren Hilfsmittel – weniger beliebt: stinkige Arbeitshandschuhe.
Später wurden diese Gabionen dann am Flussufer versenkt, mit Steinen gefüllt und schließlich der Deckel zugenäht.
Bereits am zweiten Tag hatten wir unsere Arbeitschritte optimiert und kamen ganz gut voran. Da der Bagger jedoch kaputt war, kamen wir erst am letzen Tag dazu auch mal einen von diesen Körben am Fluss zu füllen. Gut, dass es heiß war, denn das Flusswasser war eiskalt! Dank Sonnenschutz 30 ;-) bekam ich keinen Sonnenbrand! Manche Mädels zogen jeden Tag ein anders geschnittenes Top an, um ja gleichmäßig braun zu werden…. Wir hatten ne Menge Spaß und bei der Überzahl an Mädels war reden und arbeiten also kein Problem.
Frühstück gab’s immer so um acht, danach nen kleinen Impuls, ausgehend von dem was Jeremia so in der Bibel schreibt. Da waren viele Denkanstöße dabei und es ist gut, mal über seine Beziehung zu Gott nachzudenken, besonders wenn man nicht und von einem Termin zum anderen rennt und noch an tausend andere Sachen denken muss.

Hey,

jetzt bin ich also auch hier gelandet. Ich hoffe mal euch gehts alles gut und naja “Hallo” halt!

International – oder wer arbeitet schon freiwillig?
Die Vier Rumänen, die mit mir angekommen waren stellten sich als Geschwister raus: zwei Mädels, bisschen kleiner als ich – aber mindestens ein Jahr älter und dreimal so gesprächig und deren zwei jüngeren Brüder. Eine Fünfte reiste im Laufe des ersten Tages noch an, sie war die einzige, die kein Deutsch sprach. So waren sie (L) und ich quasi die internationalen Elemente in dieser sonst so rumänischen Freizeit, weil wir dann auch immer wieder Englisch sprechen mussten, wie man sich das sonst so bei internationalen Veranstaltungen vorstellt.
Während in Deutschland die Leute scheinbar nur so ins Ausland flüchten, um sich zu engagieren, selbst wenn sie dafür nicht bezahlt werden, sind die rumänischen Jugendlichen schwer für solche Projekte zu begeistern. Das läuft gerade erst an…
Aber wir waren ein gutes Team und die vier Geschwister waren mit dem Projekt schon vertraut, da sie entweder schon an Freizeiten teilgenommen hatten oder mitgearbeitet hatten. Und auch L war froh mal vom Studentenschreibtisch weg zu kommen und mal nicht nur geistig zu arbeiten. So wie ich – nur das ich mit 21 noch nicht drei Jahre Architektur und Design studiert habe, was in Rumänien hingegen üblich ist…

Fortsetzung…

Eine halbe Stunde später fuhren wir in Kronstadt ein und ich bekam mein Gepäck zurück. Da wir campen würden, musste ich Isomatte und Schlafsack mitschleppen, was meinem Gepäck eine gewisse Größe verlieh… klar, dass mir gleich einer hinterher schlich und mir eine Taxifahrt andrehen wollte.
Unter den gelblichen Lichtern des fast leeren Busbahnhofs lief ich ein paar Runden, bis eine rote Dacia angefahren kam, den Busbahnhof überquerte und genau vor mir hielt. –Hallo! – begrüßte mich ein fröhlich lachendes Mädchen aus dem Beifahrerfenster, auf der anderen Seite stieg einer der Volontäre (J) aus und half mir mein Gepäck hinten auf die Ladefläche zu schmeißen. Im Auto saßen schon drei auf der Rückbank, aber wir quetschten uns einfach ein bisschen und fuhren fröhlich schwätzend durch die Nacht. Die letzte Strecke zum Projektgelände war ein, mir von SIR Fahrten bekannter, schlaglochreichen Schotterweg und wir hatten jede Menge Spaß, denn auch der Volontär fuhr die Strecke zum ersten Mal – bei Nacht.
Durch den Fluss und dann etwas bergauf erreichten wir das Gelände und die bereits bestehenden Gebäude. Das Badhaus steht bereits und das betonierte Erdgeschoss des Haupthauses. In der Küche bekamen wir noch etwas zu essen und ich lernte die anderen Mitarbeiter kennen. Irgendwann rafften wir die Schlafsäcke und Isomatten zusammen und richteten uns in einem der weißen dreieckigen Zelte ein.
Glücklich so eine gute Fahrt gehabt zu haben, schlief ich dankbar ein.

Zeltplatz bei Tag

Zeltplatz bei Tag

Und los geht’s
Was für ein Segen, dass der Agent von Atlassib schon so früh am Busbahnhof war! Wir fragten einfach spontan, ob der Bus später nicht noch einen Platz frei hätte? – ja! – und fährt er auch nach Temeschwa? – ja!-.
So konnten wir fast die Hälfte des Weges zusammen fahren und ich wusste immer genau, wie lang die Pause angesetzt war und was los war, zum Beispiel an der Grenze  – Pass vorzeigen, sonst nichts ;-) Die angekündigte Zuzahlung wegen Übergepäck war nur eine leere Drohgebärde… Dazu muss man aber wissen, dass manche Leute ganze Fahrräder transportieren, oder in Plastik gehüllte, mit Klebeband verschnürte unförmige Gegenstände, bis drei Meter lange Regalbretter mit drangeklebten Töpfen….

Nach 12 Stunden Fahrt, die wir sehr bequem und lustig auf den letzten zwei Reihen verbrachten, stieg sie aus und ich war auf mich allein gestellt.
Weitere 15 Stunden Fahrt lagen vor mir…. Ich hatte mit dem Leiter der Freizeit ausgemacht, ihm eine sms zu schreiben, sobald ich aus Hermanstadt (Sibiu) herausfahren würde. Das dauerte allerdings länger als gedacht: dort angekommen, standen auf einmal alle Leute im Bus auf und packten ihr Zeug zusammen!

Ich saß aber doch in einer Direktverbindung von Hamburg nach Konstanza!
Das hatte ich mir zumindest aus dem, natürlich ausschließlich rumänischen, Flyer des Busunternehmens zusammengereimt. Nein – ich müsste hier umsteigen, antwortete mir dann einer in „grad so Englisch“.

Der Verzweiflung nahe, stand ich zwischen all den Bussen und den vielen Menschen… Spricht hier jemand Englisch? – Wo ist der Bus nach Brasov? – Ein junger Mann, sprach mit zwei anderen und sie sagten, wir müssten mit dem gleichen Bus fahren, sie würden sich um alles kümmern. Von einem zum nächsten Busfahrer gingen wir dann mit der Frage – fahren Sie nach Brasov? Es kam schließlich heraus, dass wir voraussichtlich eine Stunde warten müssten. Wir stellten uns in den Busbahnhof, denn es begann zu schütten….
Was habt ihr denn in Deutschland gemacht? Wo kommt ihr her?
– We went to a festival!   – Ah und was für ein Festival war das?
– A Psycho-Trans- Festival!   –Hey, dont’t scare her!
Ich nahm’s mit Humor, hatten B und ich uns nicht vorher schon gedacht, dass die zwei wohl nicht so brav seien, wie sie schienen^^.
Schließlich kam der Bus und sie halfen mir den Koffer einzuladen und ließen mich dann allerdings allein. Fuhren wohl doch mit ner anderen Linie. Ich setzte mich erleichtert einfach auf irgendeinen Platz und hatte das „Glück“ dann einen Sitznachbarn zu bekommen, der wirklich nur Rumänisch sprach. Draußen wurde es dunkel und schließlich fuhren wir im stop-and-go durch die tiefschwarze Nacht. Die Straße zwischen Hermanstadt und Kronstadt wird gerade ständig ausgebessert.

Irgendwann, als ich krampfhaft gegen das Verlangen einzuschlafen ankämpfen musst, weil ich Angst hatte die Haltestelle zu verpassen, klingelte mein Handy. Es war jemand von der Organisation, der mich fragte wo ich sei. Draußen war es eher noch schwärzer geworden und die wenigen Lichter, die vorbeizogen halfen mir auch nicht weiter – und wie gesagt meinen Nachbarn konnte ich nicht fragen - keine Ahnung also!
Mit dem Mut der wieder aufkommenden Verzweiflung drückte ich mit einem hingenuschelten, vermeintlich rumänischen, –Biiette?!-  meinem Nachbarn das Handy in die Hand. Der redete dann mit dem  Mann von der Organisation, der mich wenig später nochmal anrief und mir mitteilte ich würde dann am Busbahnhof abgeholt werden und die anderem Jugendlichem im Auto würden alle Deutsch können!

Von Temeschwa bis ans Schwarze Meer

Während ihr umzieht, euch an der Uni einschreibt oder euch farfar away schon länger sozial engagiert, sitze ich noch Zuhause und beschließe ich endlich etwas gegen diesen zunehmenden Zustand der Gammelei zu tun. Seit die Schule wegfällt sind die Tage so unförmig geworden…

Die Vorgeschichte
Seit ich mit der SIR Gruppe in Fintinele bauen geholfen habe, zieht es mich nach Rumänien zurück. Ich spreche nur drei unglückliche Broken Rumänisch und spekulierte einfach mal auf junge Leute und Englisch, sowie deutschsprachige Nachfahren der Siebenbürger Sachsen…
Im Internet stieß ich auf die Seite der christlichen Organisation der Fackelträger. In Rumänien entsteht ein neues Zentrum und neben den Bauarbeiten laufen auch schon jede Menge Zeltlager und Abenteuerfreizeiten.
Das Zentrum entsteht nach der Stadt Kronstadt (Brasov), die ich eh noch besuche wollte, da ich im Sommer beim „SchattenOrt“ Praktikum am Staatstheater Nürnberg eine Gruppe Mädels aus Kronstadt kennen gelernt hatte.
Ich beschloss dort an der „internationalen Baufreizeit“ Ende August teilzunehmen.
Nach nettem Emailkontakt war das also festgemacht und ich musste die Anreise planen.

Es war schon eine seltsame Situation, wie ich da im Reisebüro von Atlassib stand und die Fahrt buchen wollte, aber die Dame kein Deutsch sprach… mühsam ging das Ganze dann mit ihrer Kollegin und gebrochenem Englisch über die Bühne – hinzu kam, dass ich wohl versehentlich am Hintereingang gelandet war und eher in einer Art Garagen/Hinterhoftür stand, als in einem normalen Büro.
Leise schlichen sich Bedenken ein, was wenn sie mich irgendwo in Ungarn an der Raststätte vergessen würden, weil ich die Rumänische Ansage der Pause nicht verstehen würde??? Oder wenn dort im Bus niemand Deutsch oder Englisch spricht?

Es ergab sich, dass ich eine Woche vor meiner Abfahrt abends aus ging und ein nettes blondes Mädel kennen lernte. Sie war Rumänin und verbrachte gerade drei Wochen in Nürnberg mit einem it-Pratkitkum. Wie verstanden uns gut, nachts um fünf auf dem Gehsteig, irgendwo in der Altstadt und so verabredeten wir uns für die nächsten Tage.
Sie (B) hatte vor am gleichen Wochenende, wie ich nach Rumänien zurück zu fahren. Leider konnten wir nicht zusammen fahren, da ihr Vater das Geld schon an ein anderes Busunternehmen überwiesen hatte und dieses nicht nach Kronstadt fuhr. Sie musste zurück nach Temeschwa. Bis dahin feierten wir noch zusammen die Nächte durch…..

Ich beschloss sie am Bus zu verabschieden und bekam eine Tag vorher so richtig Reisefieber. Wir feierten den letzten Abend bei Andi – manche von euch haben sie vielleicht da kennen gelernt…
Am Busbahnhof Rothenburger Str war auch am nächsten Mittag ne Menge los. Überall standen Menschen mit Koffern, Taschen und den typischen karierten viereckigen Plastiktragetaschen…. Ein Sprachgewussel und ein Gelaufe, das auch an einen Ameisenhaufen erinnern könnte. Bis jeder mal zu der Lady kommt, bei der man seine Platznummer und seinen Buchungsbestätigung bekommt… Nach noch mehr hinterher Gelaufe stellte sich dann raus, dass sie B nicht mitnehmen konnten:

sie wussten nichts von dem überwiesenen Geld!

hier für alle ungeduldigen Leser, schon mal ein Blick in die Straßen Rumäniens